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List (IGS)

Wald und Wasser
Wald als Wasserspeicher und Wasserfilter Im Rahmen einer Exkursion in den Fuhrberger Forst hatten wir die Gelegenheit, unter fachkundiger Führung des zuständigen Försters Herrn Schröder, die wichtigen Funktionen des Waldes für unser Trinkwasser in Hannover zu erkunden.

Waldsee als Badesee und Biotop
Weitere wichtige und tolle Funktionen von Wasser im Wald konnten wir bei unserem JWH-Aufenthalt in Steinberg erfahren. Die Erholung bei einem Sprung ins kühle Naß wurde gekoppelt mit den faszinierenden Beobachtungen von Libellen und Fröschen, die gemeinsam mit uns dieses Biotop nutzten.

Naherholung im Wald
Vom Wandern durch den Wald über den Erwerb des Laufabzeichens des DLV über 15, 30 und 60 Minuten bis hin zum selbstorganisierten Fußballturnier am Waldrand bot uns das JWH Steinberg alle Möglichkeiten.
Unsere neuen Erfahrungen und Erkenntnisse haben wir in das Waldsportfest des 5. Jgs. der IGS List und in das Schulfest unserer Schule einfließen lassen, indem wir uns Stationen überlegt haben, bei denen wir unsere Kenntnisse den Mitschülern zugänglich machen können. Neu für uns alle waren der Seilgarten und das Teamfähigkeitscamp. Beide Nachmittage im Wald dienten dazu, Vertrauen zu Mitschülern aufzubauen, soziale Kompetenzen zu erwerben und Verantwortung für Mitmenschen zu übernehmen. Dies ist sichtlich gelungen.

Waldfreie Biotope
Moorexkursion und Arbeitseinsatz im Bissendorfer Moor In einem Wald-Ideen-Wettbewerb muss doch eigentlich auch unser Mooreinsatz auftauchen, meinte Rahel, denn dort hatten wir ja auch mit Bäumen zu tun, nur andersherum. Nach einiger Diskussion wurde dieser Punkt aufgenommen, denn neben Wäldern und Seen waren ja auch die Moore für Niedersachsen jahrtausendelang landschaftsbestimmend. Sie zu erhalten, ist eine wirklich nachhaltige Aufgabe, damit auch die Generationen nach uns diese wunderbaren Ökosysteme noch erleben können. Wir haben uns deshalb mit der Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Moore und der NVL im Bissendorfer Moor an die Arbeit gemacht und mehr als dreitausend junge Bäume herausgezogen, um die Beschattung der Torfmoose zu verhindern und die Existenz des wertvollsten Hochmoores in Niedersachsen zu sichern.

Halbtrockenrasen in Kassel
Auf einer der vorbereitenden Exkursionen in den Kassler Raum lernten wir ein herrliches Naturschutzgebiet auf einem Basalt-Härtling kennen. Dort blühten zur Zeit tausende von Schlüsselblumen beider Arten (Primula elatior und Primula vulgaris). Freigehalten wurde diese Fläche nicht durch Entkusseln sondern durch Beweidung mit Schafen und Ziegen.

Waldgeschichte
Mittelalterliches Walddorf beim Jugendwaldheim in Steinberg
Auch hier war unsere Vorexkursion sinnvoll und erfolgreich. Auf dem Gelände des JWHs Steinberg hat ein Verein ein mittelalterliches Walddorf errichtet. Durch die Kontaktaufnahme bekamen wir eine Führung und damit interessante Einblicke in das Leben der Menschen vor ca. 500 Jahren und ihre intensive Abhängigkeit vom Wald und seinen Rohstoffen.

Kahlschläge zur Zeit der Salzgewinnung
Mit diesem Thema hatte sich eine Kleingruppe von Schülern beschäftigt, um herauszufinden, wie die Lüneburger Heide denn nun wirklich entstanden sei. Sie stellten ihre Recherchen, die Dank der Unterlagen des Forstamtes Fuhrberg mit vielen Dias anschaulich wurden, ihren Mitschülern vor. Inzwischen wird auch diese anthropogen veränderte Landschaft im Schulgarten von den Kindern nachgebaut (5 t Sand und 4 t Findlinge sind bereits eingebaut).

Kochen mit Waldpflanzen
Bestimmung von Kräutern, Beeren, Früchten und Pilzen und Herstellung eines Rezeptbuches
Leonie Sophie, Buket, Rahel und sechs weitere Mädchen, die neuen selbsternannten Nachfolgerinnen von Bibi Blocksberg, wollten sich gern mit diesem Thema beschäftigen. Dankenswerterweise wurden sie, wie eingangs bereits erwähnt, von Frau Dr. Pausch und Frau Süllow beraten und unterstützt. Ihr Arbeitsergebnis, ein selbst erstelltes Rezeptbuch liegt in der Anlage bei.

Holzgewinnung und Holzbearbeitung
Wald ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und dient zur Gewinnung nachwachsender Rohstoffe. Wofür Holz gut sein kann, haben wir bei unseren Pflanzeinsätzen erfahren, als es nass und kalt war und wir uns an einem Lagerfeuer wärmen konnten. Das Holz für das Feuer musste natürlich nachgeliefert werden und so erlernten wir vom Förster Gregorius einen fachgerechten Fällschnitt. Den Umgang mit der Bügelsäge haben wir inzwischen häufig üben können. Auch die Weiterverarbeitung von Holz zu schönen und auch verkaufsfähigen Produkten stand auf unserer Agenda. Von Kerzenständern für die Adventszeit über Frühstücksbrettchen, Grillzangen, Nistkästen für HalbhoÅNhlenbrüter und Fledermäuse bis hin zu Infotafeln für unseren Schulgarten reicht unser Repertoire inzwischen. Dabei helfen uns die Brennpeter immer wieder dabei, Informationen dauerhaft in Holzscheiben einzubrennen und somit auch gestalterisch und phantasievoll kreativ zu werden.

Wald und Boden

>> Bodenprofile herstellen

Wald stockt auf Böden, diese können aber sehr unterschiedlich sein. Wir haben mit Unterstützung unseres Unterrichtshelfers Dr. Burgath, Geologe a.D. inzwischen viel über Böden gelernt und verschiedene Böden studiert. Von Sandböden in Fuhrberg bis hin zu Sandstein- und Vulkanböden in Südniedersachsen (JWH Steinberg) reicht der Bogen. Mit einfachen Messungen des pH-Wertes oder der Wasserhaltefähigkeit wird allen Kindern schnell deutlich, wie wichtig der Boden für die Pflanzen ist, die darauf wachsen. Dieser fächerübergreifende Aspekt – vermittelt durch einen engagierten, kinderlieben Pensionär –ermöglicht Schülern Zusammenhänge zu erkennen, die machen Erwachsenen bisher verwehrt waren und sind.

>> Geologische Karten lesen, geologische Sammlungen anlegen
Wenn geologische Erkenntnisse wichtig sind (s.o.), dann müssen sie auch fundiert erarbeitet und gesichert werden. Das Lesen einer geologischen Karte ist natürlich sehr mühsam, wird aber durch das Klopfen der Steine auf der Suche nach besonders schönen Stücken immer wieder belohnt.