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Braunschweig (Hans Würtz Schule)

5. Reflexion nach Abschluss der sechs AG-Einheiten
Die sechs Einheiten wurden im Wesentlichen wie geplant durchgeführt. Es war immer genügend Zeit vorgesehen, um auf sich spontan ergebende Interessen und Fragestellungen einzugehen (Beobachtung von Rotkehlchen und Eichhörnchen, Betrachtung von Käfern und Schnecken, Erläuterung von Fundstücken wie Eierschalen, Federn und Gallen, etc.). Am "Waldspieltag" wurde insbesondere auf Wünsche der SchülerInnen eingegangen. So wurde der große Hochsitz ein zweites Mal bestiegen und die Schatzsuche, die ursprünglich als Schnitzeljagd geplant war, wurde in Form eines Orientierungsganges durchgeführt, wie er bereits in der Einheit zuvor stattgefunden hatte. Das Spiel "Der Jäger und die Rehe" entsprach einer spontanen Idee der Kinder im Wald. Auch mit dem Stockbrotbacken wurde ein Vorschlag der Kinder aufgegriffen.
Die SchülerInnen, die sich die AG ja selbst gewählt hatten, sind jederzeit, auch bei schlechterem Wetter, gern in den Wald gekommen und haben sich aktiv an den Arbeiten und Spielen beteiligt. Lediglich Dennis betonte immer wieder, dass er nur seinem Freund Max zuliebe an der Wald-AG teilnähme. Aber selbst er ließ sich hin und wieder zu positiven Bemerkungen hinreißen, und am Waldspieltag zeigte er sprachlich ebenso wie durch sein Verhalten seine Begeisterung ganz offen.
Die Schüler entwickelten von Termin zu Termin eine zunehmende Vertrautheit mit dem Wald. Die Ängstlichkeit gegenüber Mücken und anderem kleinen Getier ließ nach, sie
trauten sich Schnecken und Käfer in die Hand zu nehmen und durchs Gebüsch zu stromern.
Sie erkannten Orte, an denen sie schon gewesen waren, wieder und äußerten zunehmend Wünsche, wohin sie gehen und was sie tun wollten. Sie hatten Freude daran, uns ihre neu erworbenen Kenntnisse zu demonstrieren und ihre Fragen wurden immer sachbezogener.
Ein Mädchen berichtete freudig darüber, wie es seine Eltern damit beeindruckt hatte, dass es Hainbuche und Rotbuche unterscheiden konnte.
Auch die Arbeit am Waldbuch (lesen und schreiben zu den Fotos), die vielen Kindern schwer fällt, wurde bereitwillig ausgeführt und die Kinder freuten sich über das fertige Produkt.
Mit der erfolgreichen Umsetzung unserer Projektziele ist es uns im Rahmen der Wald-AG gelungen einen positiven Beitrag zur gesamten Persönlichkeitsentwicklung der Kinder zu leisten.
Die Arbeit unter "Wettbewerbsbedingungen" und die damit verbundene theoretische Auseinandersetzung und Selbstbewertung nach Kriterien der BNE hat uns selbst noch
einmal die Bedeutung dieses Waldprojektes aufgezeigt und uns in unserem Engagement bestärkt.

6. Darstellung und Umfang des Projektberichtes
Der Projektbericht der SchülerInnen liegt in Form eines Waldbuches vor, das von jedem Kind als sein persönliches Buch über das ganze Schulhalbjahr angefertigt wird. Da es sich bei dem Wettbewerbsbeitrag um einen Originalausschnitt aus diesem Buch handelt, entspricht die Gestaltung den individuellen Wünschen und Fähigkeiten der Kinder und ist in der Darstellung damit umfangreicher als vorgegeben ausgefallen.