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Braunschweig (Hans Würtz Schule)
Die Wald-AG
Projekt-Dokumentation
- PDF 32 KB
Wald-Tagebuch
- PDF 750 KB

1. Die Schule / die Schüler
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Die Hans-Würtz-Schule (HWS) ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Die Schüler sind beeinträchtigt durch Probleme in der Grobund Feinmotorik, Probleme der sensorischen Integration (Wahrnehmungsprobleme), Erkrankungen des Nervensystems sowie verschiedene andere gesundheitliche Probleme.
Die meisten Kinder sind auch im kognitiven Bereich sehr schwach (Lernbehinderung). Viele Kinder zeigen behinderungsbedingte Probleme in der sozial-emotionalen Entwicklung. Ziel und Anliegen der Schule ist es, die Kinder nicht nur in kognitiver Hinsicht, sondern stets in allen Bereichen der Persönlichkeitsentwicklung zu fördern: Motorik, Wahrnehmung, Selbstwahrnehmung, Sozialverhalten und kognitive Entwicklung. Allen diesen Zielen fühlen wir uns auch bei der Durchführung der hier vorgestellten Wald-AG verpflichtet.

2. Die Wald-AG
Die HWS ist eine Ganztagsschule; die Schüler sind täglich, außer freitags, von 8.00 bis 15.00 Uhr in der Schule. Am Donnerstag Nachmittag in der Zeit von 13.30 bis 15.00 Uhr gibt es ein AG-Angebot für die Mittelstufenklassen (Klasse 5 und 6). Die Schüler dürfen sich aus verschieden Angeboten eine AG aussuchen, an der sie dann für ein Schulhalbjahr teilnehmen. Die AGs haben in der Regel 6 bis 9 Schüler und werden von jeweils einer Lehrkraft und einem/r pädagogischen MitarbeiterIn durchgeführt. Bei der Wald-AG arbeitet zeitweise eine außerschulische Mitarbeiterin mit.
Seit zwei Jahren gehört die Wald-AG zu den Angeboten. Im diesem Schulhalbjahr nehmen 3 Jungen und 3 Mädchen daran teil. Die AG findet überwiegend im Waldgebiet "Buchhorst" am östlichen Stadtrand von Braunschweig statt. Die Schülerinnen werden mit dem schuleigenen Bus dorthin gebracht. Wegen der notwendigen Fahrzeit wird der Wald-AG eine Unterrichtsstunde mehr als den übrigen AGs zugestanden.
Wir verbringen mit den Kindern möglichst viel Zeit draußen im Wald. Es geht uns in erster Linie darum, den Kindern positive Erlebnisse in und mit der Natur zu vermitteln. Daher wird viel gespielt und herumgestromert. Wissensvermittlung geschieht in recht kurzen Sequenzen, quasi nebenbei.
An vier bis fünf Terminen pro Halbjahr bleibt die Gruppe jedoch im Haus (Waldforum oder Schule), um an ihrem "Waldbuch" zu arbeiten. Das Waldbuch dient dazu, Erlebtes und Gelerntes zu dokumentieren, zu rekapitulieren und "festzuhalten". Es enthält kurze, von der Lehrkraft geschriebene Protokolle der einzelnen Waldgänge, die zu Beginn jeder Einheit von den Schülern gelesen werden (Leseübungstext), von den Schülern kommentierte Fotos (Schreibübung), gepresste Blätter und Pflanzen, eventuell auch mal ein Arbeitsblatt. Wir dokumentieren im Rahmen dieses Wettbewerbs einen Ausschnitt aus der Arbeit der Wald-AG, der sich auf sechs Termine bezieht.