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Lüneburg (Schule an der Schaperdrift)

4. Herstellung der Nisthöhlen

>> 4.1 Bauanleitung
  • Bevor wir mit dem Aushöhlen beginnen markieren wir mit Bleistift und Lineal einen Rand von 2cm Dicke, damit die Höhle nicht bricht.
  • Jede Hälfte eines Stammstücks wird mit Schraubzwingen und einer Einspannhilfe an der Hobelbank befestigt.
  • Mit dem Hohlbeitel und dem Holzhammer werden die Holzstücke so ausgehöhlt, dass der Rand von ca. 2 cm stehen bleibt.
  • Nach der Arbeit mit dem Stechbeitel entfernen wir grobe Splitter mit der Ziehklinge.
  • Danach markieren wir ca. 15cm unterhalb der Oberkante die Bohrung für das Einflugloch.
  • Anschließend bohren wir mit der Ständerbohrmaschine und einem 25er- Forstnerbohrer das Flugloch.
  • Je nach gewünschter Größe erweitern wir die Bohrung mit der Halbrundraspel auf 26 – 28 mm.
  • Für das Dach wird passend zum Stammdurchmesser hochkant eine Scheibe mit Rinde abgesägt.
  • Für den Boden sägen wir eine ca. 2,5cm dicke Baumscheibe ab.
  • Die beiden Hälften der Höhle werden oben und unten mit einem  Draht fest zusammengezurrt.
  • Jetzt wird der Boden mit 3 Schrauben angeschraubt, damit er zum Reinigen geöffnet werden kann.
  • Das Dach kann mit 3 Nägeln befestigt werden.
  • An dem oberen Draht bringen wir eine Drahtschlaufe zum Aufhängen an und befestigen sie mit einer Krampe am Dach, damit die Nisthöhle nicht vornüber kippt.


>> 4.2 Anmerkungen zu den Ergebnissen unserer Arbeit

Die Bauanleitung zur Herstellung unserer Nisthöhle wird in unserem Werkraum ausgehängt. So kann jeder bei der Arbeit selbst nachschauen, welches der nächste Arbeitsschritt ist. Außerdem brauchen die neuen Mitarbeiter der Firma im nächsten Schuljahr diese Anleitung.

Als unsere erste Nisthöhle fertig war, war zufällig eine Anwärterin im Werkraum, ihr hat die Nisthöhle so gut gefallen, dass sie sie als Geburtstagsgeschenk für ihren Vater gekauft hat.

Nach der Fertigstellung haben wir auf dem Schulgelände einen geeigneten Baum gesucht und überprüft, ob die Aufhängung der Nisthöhle hält, was sie auch getan hat.

Anschließend haben wir uns auf dem Schulhof umgesehen, ob es hier auch  Bäume gibt, die als "Wohnbaum" für einen Specht in Frage kämen. Wir haben Bäume gefunden, die bereits einige abgestorbene Äste haben, also schon nicht mehr ganz gesund sind.

Für die Käufer unserer Produkte erstellen wir Handzettel, auf denen sie alles über die richtige Nutzung erfahren. Den "Beipackzettel" unserer Nisthöhle haben wir so gestaltet, dass wir ihn auch benutzen können, wenn wir größere Höhlen bauen. Wir kreuzen dann einfach die richtige Höhlengröße an.