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Duderstadt (St. Ursula Schule)

4. Pädagogische, methodische und didaktische Überlegungen

An dieser Stelle erfolgt ein detaillierter Überblick über den Ablauf der Woche und BNE-relevante Aspekte des Projektes.

Montag: Den Wald kennenlernen
Drei Module von ca. einer Stunde Dauer, die von den SuS im nacheinander aufgesucht werden. Ziel: SuS lernen den Wald als Lebensraum kennen, orientieren sich in der neuen Umgebung, sammeln Erfahrungen mit der besonderen Örtlichkeit. Die Gruppeneinteilung erfolgt nach Schülerinteressen und ist für alle Waldtage bindend. Die Gruppen besuchen in einem Rundkurs die drei Module, mittags findet ein gemeinsamer Abschluss statt.

Modul 1: Geräusche im Wald
Aktivität 1: einzeln, mit verschlossenen Augen die Geräusche des Waldes wahrnehmen  (ca. 2 Min), anschließend Reflexion "Was habe ich alles gehört?", die Gruppe findet sich ein in den Lebensraum und baut eine Beziehung zum Lebensraum auf.
Aktivität 2: einzeln, Zeichnen einer Geräuschkarte (10 min.), anschließend Reflexion und Vergleich der verschiedenen Darstellungen. Den Schülern wird einzeln die Möglichkeit gegeben, ihre Wahrnehmung, die Schwerpunkte ihrer Wahrnehmung in einer persönlichen Zeichnung festzuhalten.
Aktivität 3: Die Spechtsprache im Wald, zwei Gruppen zu ca. sechs Schüler, die sich dann innerhalb der Gruppe noch einmal zu dreier-Gruppen teilen.
Beide Gruppen suchen ca. 100 m entfernte Orte im Wald auf. Die beiden Dreier Gruppen einer Gruppen entfernen sich nun so weit voneinander, dass sie sich nicht mehr sehen können, aber das Klopfen aneinander geschlagener trockener Hölzer hören können. Mittels einer vorher ausgeteilten Klopfsprache, übermittelt die eine Gruppe an die andere eine kurze Geschichte. Ist die Geschichte übermittelt, trifft die Gruppe zusammen und vergleicht die angekommene Geschichte mit der Originalgeschichte.
Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit sich in die Geräuschkulisse des Waldes einzubauen und dabei trotzdem miteinander zu kommunizieren. Durch selbstständig Planen und Handeln erfahren sie die Grenzen und Möglichkeiten einer Waldsprache, hier spechtähnlichen Klopfens mit Hölzern.

Modul 2: Farben des Waldes
Zu Beginn erfolgt mit den Schülern ein Gespräch über die Materialien und Farben des Waldes. Im Anschluss teilen sich die Schüler in Dreiergruppen ein. Sie überlegen sich gemeinsam ein Motiv, suchen sich eine passende Stelle und beginnen ein Kunstwerk aus Waldmaterialien auf dem Waldboden  zu legen.

Modul 3: Entdecke den Wald mit allen Sinnen
Aktivität 1: Duft des Waldes
Die Schüler bekommen Filmdosen mit Waldgerüchen. Gleiche Gerüche bilden einer Zweiergruppe. Einer verbindet sich die Augen und wird zu einem Baum geführt, dessen Eigenarten er ertasten muss. Dann wird er wieder weggeführt und muss den Baum wiederfinden.
Aktivität 2: Tastmemorie
Schüler 1 stellt 5 mal 2 gleiche Gegenstände aus dem Wald zusammen. Schüler zwei muss die Gegenstände mit verbundenen Augen zusammenführen und benennen.
Aktivität 3: Spiel Fledermaus und Falter
Kinder bilden einen Kreis, in dessen Mitte zwei Kinder mit verbundenen Augen sind (Fledermaus und Falter). Wenn die Fledermaus pin sagt muss der Falter pon antworten (Echolot).  Die Fledermaus muss den Falter fangen.
Das Spiel fördert den sozialen Umgang miteinander und verlangt besonders behutsamen und aufmerksamen Umgang miteinander.
 
Abschluss mit allen: Danklied "Laudato sii" mit Gitarrenbegleitung als Erinnerung an die zu bewahrende Schöpfung und Förderung des Gemeinschaftsgefühls.