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Alfhausen (HS)

4. Selbstbewertung
Die Dimensionen der Nachhaltigkeit sind folgendermaßen erfüllt: Ökonomische Dimension: Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass eine Hecke kostengünstiger ist als ein Zaun.

Ökologische Dimension:
Die Hecke ist ebenso wie der Wald ein ökologisches Kreislaufsystem. Wer auf einen Zaun verzichtet und sich für die Hecke entscheidet, der
vermeidet die Belastung der Umwelt mit Schadstoffen (Farbe, Lacke, Holzschutzmittel).
Anstatt der Umwelt die Ressource Holz zu entziehen, gibt man sie ihr durch das Pflanzen einer Hecke zurück.
Soziale Dimension: Die Hecke schützt die menschliche Gesundheit (vor Lärm, Abgasen,
spendet Schatten). Sie bietet Lebensraum für viele Tiere, die es für die nachkommenden
Generationen zu erhalten gilt.

Kulturelle Dimension:
umweltgerechte Lebensstile, ganzheitliche Naturwahrnehmung,
traditionelles Wissen (Was sind einheimische Gehölze? Wie sehen sie aus? Die Früchte und Beeren aus einer Hecke kann auch der Mensch nutzen.)
Die durchgeführte UE erfüllt meiner Meinung nach die Aspekte Themenbezug BNE, Unterrichtsaspekte von BNE und Kompetenzförderung durch BNE:
Es lag ein zentrales lokales Problem vor, die Grundschule benötigte freiwillige Helfer, die ihr bei der Schulhofneugestaltung helfen mussten.
Es waren ausreichende Handlungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler vorhanden: die praktische Durchführung einer Pflanzaktion, Erkundungsfahrt zur
biologischen Station, Präsentation der Ergebnisse auf Plakaten und in einer Mappe.
Die Durchführung der UE erfolgte in Projektform, die praktische Handlungsmöglichkeiten bot und die sowohl in Gruppen- als auch in Partner- und Einzelarbeit durchgeführt wurde. Es war eine Vielzahl von Partizipationsmöglichkeiten mit außerschulischen Partnern vorhanden. So erhielten die Schülerinnen und Schüler ihre Informationen von Herrn Christiansen von der biologischen Station, sie riefen in der örtlichen Gärtnerei an und erkundigten sich nach Preisen für Heckenpflanzen, sie informierten sich in
Baumarktprospekten über die Preise für Zäune und sie suchten nach Informationen im Internet und in verschiedenen Schulbüchern.
Es fand auch eine Kooperation zwischen der Haupt- und der Grundschule statt. Darüber waren beide Schulleitungen sehr erfreut. Die Pflanzaktion wird auch auf der Homepage der Grundschule Alfhausen dokumentiert.
Die UE wurde interdisziplinär als eigenständiges Projekt durchgeführt. Die behandelten Themen sind den Fächern Biologie, Erdkunde, Mathematik, Deutsch und Kunst zuzuordnen.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich an der Auswahl der Unterrichtsthemen beteiligen, indem sie überlegten, welche Hilfe sie der Grundschule anbieten konnten und
durch das Erstellen des Fragenkatalogs für die biologische Station. Außerdem kam der Vorschlag die Ergebnisse als Ausstellung in der Pausenhalle zu präsentieren von den
Schülerinnen und Schülern.
Ihr erworbenes Wissen können die Schülerinnen und Schüler in Zukunft weiter anwenden. Zum Beispiel indem sie ihren Eltern aktiv bei der Planung und Gestaltung des eigenen Gartens helfen. Die Gartenarbeit kann von einzelnen Schülern als Mittel gesehen werden, wie sie ihr Taschengeld aufbessern könnten, oder womit sie anderen (z. B. älteren Nachbarn) ehrenamtlich helfen könnten. Vielleicht bringt es den einen oder anderen auch auf die Idee ein Praktikum in einer Gärtnerei zu absolvieren und einen Beruf im Bereich Gartenbau zu ergreifen.
Durch die Pflanzaktion ist den Schülerinnen und Schülern bewusst geworden, dass auch sie mit ihren 13 bzw. 14 Jahren etwas für den Erhalt unserer Umwelt tun können. Und dass auch sie in der Lage sind, sich für andere (hier die Grundschüler) einzusetzen und Solidarität zu zeigen.