| Bad Bentheim (Missionsg. St.-A-Bardel) |
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Projekt: Walderlebnispfad Bericht der Lehrkraft ![]() Oft besteht das Problem, dass der Lehrer spontan nicht weiß, wie er die Klasse sinnvoll beschäftigen soll. So wird bei schönem Wetter oft Fußball gespielt. Da das nicht immer alle Schüler zufrieden stellt, überlegten sich die Schülerinnen und Schüler des Experimentalkurses des 9. Schuljahres, ob es nicht möglich sei diese Zeit anders zu nutzen. Nach einem ersten "Spaziergang" durch den schuleigenen Wald stellten die Schüler fest, dass sie sich bisher kaum im Wald auskannten und so gut wie gar keine biologischen Kenntnisse (Pflanzenarten, Tierstimmen, Frassspuren, Gerüche, Geschichte und Gefahren) besaßen. Damit nun die kommenden Schülergenerationen mehr Wissen über den Wald und einfach Interesse und Begeisterung entwickeln sollten, kam die Idee auf, einen Stationenlauf durch den Wald zu erarbeiten. Es wurde geplant, dass eine Lehrperson eine vorbereitete Kiste vorfinden kann, wo die Aufgaben, Spiele und Lösungen enthalten sind. Dann wird die "Aufsichtsklasse" in Gruppen aufgeteilt und kann spielerisch den Wald kennen lernen. Dadurch, dass sich die Schülerinnen und Schüler des Neuner-Jahrganges überlegten, wie sie jüngeren Schülern etwas beibringen könnten, haben sie selber viel gelernt. Es wurden Ideen für Stationen gesammelt, Arbeitsgruppen einteilt, Skizzen entworfen, gebastelt und bei schönem Wetter wochenlang in jeder Unterrichtsstunde im Wald gearbeitet. Anschließend wurden am Computer die Arbeitsblätter entworfen und eine Schülerpräsentation für die Schule (Mitschüler) und eine Schülerpräsentation für diesen Wettbewerb zusammengestellt und mit Fotos versehen. Die Schüler erwarben biologisches Wissen (z.B. Artenkenntnisse), geschichtlich-geografisches Wissen (Waldentwicklung aus Heide, Heidewirtschaft), pädagisches Wissen (Wissensvermittlung), informationstechnisches Wissen (Computerausarbeitung), handwerkliches Geschick und übten sich in koordinierter Gruppenarbeit. Ich (Lünterbusch) hatte den Schülern nur im Internet ihren Wettbewerb vorgestellt und den Schulwald präsentiert. Die Projektthemenfindung und -auswahl war den Schülerinnen und Schülern völlig freigestellt. Dann wurden von der Lehrkraft nur die einzelnen Arbeitsschritte angeleitet und begleitet, so dass es sich hier um ein sehr schüler-selbst-organisiertes Projekt handelt, wo einerseits die Schülerinnen und Schüler sich selber viel mit dem Wald beschäftigt haben, einiges gelernt und erlebt haben und etwas bleibendes geschaffen wurde, wie z.B. eine Sitzecke im Wald (grünes Klassenzimmer), daie in den nächsten Jahren von mir bestimmt noch ofters im Unterricht benutzt wird (z.B. Ökologie-Unterricht in der Oberstufe). |





