header2_6.jpg
header3_7.jpg
header_bottom.jpg
 
Bad Bentheim (Missionsg. St.-A-Bardel)

Projekt: Wacholder contra Später Traubenkirsche
Projekt-Dokumentation -PDF 620 KB


Bericht der Lehrkraft

Image
Direkt an unserer Schule liegt ein mehrere Hektar großer Kiefern-Eichen-Forst, der z.T. lichte Bereiche mit ausgeprägten Wacholdergebüschen aufweist. Recherchen der Schülerinnen und Schüler in alten Messtischblättern zeigten, dass hier vor der Gründung des Franziskanerklosters und der Schule 1922 ausgedehnte Heideflächen vorhanden waren. Auf einem Unterrichtsgang im letzten Jahr stellten die Schülerinnen und Schüler des Expi 8 Kurses fest, dass sehr viele Wacholdersträucher heute abgestorben sind, bzw. nicht sehr vital wirken. Diesem Wacholdersterben wollten die 13 Schülerinnen und Schüler auf den Grund gehen. Im Herbst 2007 erfassten sie durch Jahresringzählungen (an abgestorbenen Stämmen) und Ausmessen der Höhe und Breite der Sträucher, dass es in Bardel nur Wacholderstäucher gibt, die älter als 80 Jahre sind. Faunistische Untersuchungen (Kleintiere ausklopfen auf ein Bettlaken) brachten keine Hinweise auf schädigende Tiere. Pilzbefall wurde auch nicht festgestellt. Nun erstellten die Schülerinnen und Schüler Vegetationsaufnahmen und führten sie zu einer pflanzensoziologischen Tabelle zusammen. Dabei lernten sie Pflanzen zu bestimmen und wieder zu erkennen. Die Tabelle zeigte deutlich, dass die Wacholder, die freistehenden oder nur von Kiefern beschattet werden, vital sind, jedoch die Sträucher, die unter einem Kronendach der aus Nordamerika stammenden Späten Traubenkirsche und Rot-Eiche wachsen, die Nadeln verlieren und absterben. Nach Erlangen dieser Erkenntnisse führte der Expi 8 Kurs eine Naturschutz-Pflegeaktion durch, wobei ich (Lünterbusch) zusammen mit dem Hausmeister mit Kettensägen die Traubenkirschen, die Wacholder beschatteten, abgesägten und die Schülerinnen und Schüler die Äste entfernten. Diese Pflegeaktion sollte dem nachhaltigen Erhalt der geschützten Art Heidewacholder dienen.