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Bad Bentheim (Missionsg. St.-A-Bardel)

Ausgehend von diesen Vorarbeiten in ersten Schulhalbjahr 2007/2008 entschlossen sich die Schülerinnen und Schüler am Waldwertwettbewerb im Frühjahr 2008 zu beteiligen. Es wurden z.B.  Bodenprofile (Podsol) ergraben und analysiert.
Da sich herauskristallisiert hatte, dass vor allem die Konkurrenz der neu eingewanderten späten Traubenkirsche Schuld am Absterben des Wacholder ist, führten die Schüler zu diesen zwei Arten verschiedene Untersuchungen durch. Wacholderbeeren wurden längs und quer geschnitten und als "fleischig gewordene" Koniferenzapfen identifiziert. Wacholdernadeln wurden im Querschnitt mikroskopiert. Auffällig war das starke Festigungsgewebe und eine papillöse Kutikula auf der Nadeloberseite, die "lotus-effekt-artig" eine Verschmutzung zu verhindern scheint (Vielleicht handelt es sich hierbei um eine der Wissenschaft neue Erkenntnis, da ich weder in Spezialliteratur noch im Internet darüber etwas finden konnte!).
Im April blühte der zweihäusige Wacholder und es wurde die Geschlechterverteilung der Sträucher ermittelt. Dabei wurde auch noch festgestellt, dass mitzunehmender Beschattung die Anzahl der Blüten abnimmt.
Auch "der Feind des Wacholders", die späte Traubenkirsche wurde untersucht. So ermittelten die Schülerinnen und Schüler unter über 20-jährige Traubenkirschen 280-350 lebende Keimlinge pro Quadratmeter(m²)! Aus den bei der Pflegeaktion entstandenen Baumstümpfen bildeten sich viele Austriebe, die erwarten ließen, dass in einigen Jahren die freigestellten Wacholder wieder beschattet sein würde. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten, ob eine Beziehung zwischen der Austrieblänge und dem Stammdurchmesser besteht. Im Anschluss an das Ausmessen rissen die Schülerinnen und Schüler die noch jungen Triebe mit der Hand ab. Diese Aktion soll vor den Sommerferien noch einmal wiederholt werden, um die Traubenkirschenstümpfe zum Absterben zu bringen und den Wacholder nachhaltig zu schützen.