| Osnabrück (Gymnasium "In der Wüste") |
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Seite 6 von 7 Ergänzend zur theoretischen Arbeit besuchte die Klasse mit dem Fahrrad einen Baumarkt, um die Vielzahl der bisher genannten Holzarten und Holzwerkstoffe kennen zu lernen. Hierbei konnte den Schülern außerdem die immense Bandbreite an Holzprodukten aufgezeigt werden, die neben den erwarteten Produkten (Zuschnitt, Parkett, Gartenhölzer, Latten und Platten, …) von Kleintierstreu über Hammerstiele bis zu Brennholz reicht. Natürlich wurde der Baumarkt nicht ohne auszuführenden Arbeitsauftrag "erkundet". In einem Beobachtungsbogen sollten möglichst viele Produkte erfasst, und, sofern möglich, die Art des Holzes und mögliche Eigenschaften genannt werden. Des Weiteren sollte die Etikettierung der Produkte auf mögliche Qualitäts- bzw. Gütesiegel untersucht werden. Für einen Einblick in die Praxis zu Beginn der Holzproduktionskette konnte Horst Wieting, für die Umweltbildung des Forstamts Ankum zuständiger Förster, gewonnen werden. Auf dieser zweiten Exkursion führte er die Klasse zuerst in einen bewirtschafteten Kiefernwald nahe Bippen. Hier konnten die Schüler die moderne Holzernte hautnah miterleben. Mit einem Harvester wurden die Kiefern in einem Arbeitsgang gefällt, vom Astwerk befreit, in gleichlange Stücke geschnitten, vermessen und für den Abtransport bereit gelegt. Dieser eindrucksvollen Demonstration, bei der sich die Schüler auch für die für sie ungewöhnliche Technik begeistern konnten, folgte eine Führung durch die Maiburg bei Bippen. Hier stand vor allen Dingen das Thema nachhaltige Waldwirtschaft im Vordergrund. So wurde den Schülern durch Förster Wieting ein geschichtlicher Abriss von der fast kompletten Abholzung der Wälder im Mittelalter bis zum heutigen Prinzip einer nachhaltigen Anpflanzung von Mischwäldern gegeben, was er anhand verschiedener Beispiele auch ganz konkret zeigen konnte. Ebenso wies er auf Waldschäden, zum Beispiel durch aktuellen Borkenkäferfraß, und den Wert von Totholz hin. Viele Aspekte der Holzwirtschaft und Vermarktung wurden offenbar, wie die Preise der aufgearbeiteten Stämme verschiedener Baumarten und deren mögliche Verwendung. Erstaunlich war auch die Erkenntnis, dass sehr viele Buchenstämme für den Export nach China vorgesehen sind und der Weltmarktpreis von solchen Entwicklungen stark abhängig ist. Als letzter Punkt des Exkursionstages war am Nachmittag ein Besuch im Bippener Sägewerk Ortland vorgesehen. Hier konnte eine Führung durch den Betriebsleiter die einzelnen Schritte der Holzverarbeitung von der Einlieferung mächtiger Stämme bis zum abschließenden Trocknen in der Wärmekammer miterlebt werden. Insbesondere die Technik, mit der scheinbar spielerisch massive Stämme zerlegt werden, war für die Schüler schwer beeindruckend. Ebenso interessant waren auch die spontan-kreativen Gestaltungsmöglichkeiten mit Abfall wie Rinde, Späne usw. |




