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Osnabrück (Gymnasium "In der Wüste")

Mit dem bis zu diesem Zeitpunkt erarbeiteten Vorwissen konnte die Umsetzungsphase der Projekte in den anfänglich festgelegten Gruppen beginnen. Die Themenauswahl sollte im Rahmen der Projektvorgaben nach eigenem Interesse stattfinden, was den meisten Schülern nicht schwer fiel, wenngleich die Themenausschärfung in Einzelfällen der bewusstmachenden Unterstützung durch die Betreuer bedurfte. Es stellten sich folgende 6 Projektthemen heraus, die im Zuge gruppendynamischen Prozesse der Bearbeitungsphase teilweise in der Ausrichtung leicht modifiziert wurden:

1.    Waldgeschichte/Waldentwicklung/Waldverbreitung im Landkreis Osnabrück
2.    Zukünftige Waldwirtschaft bei uns
3.    Zertifikate für Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft
4.    Wirkstoffe und Medizin aus den Wäldern
5.    Holz erleben mit allen Sinnen
6.    Neue Holzprodukte aus unserer Schule

Da die Projektinhalte sehr unterschiedlich waren, sollte versucht werden, eine einheitliche Darstellungsform zu erzeugen, die auch handwerklichen Arbeiten eine Darstellungsmöglichkeit geben kann. Hierzu bot es sich an, die schon begonnene Plakatform fortzusetzen und alles als Buch zusammenzustellen. Mit dieser Form sollte auch der zunehmenden "PowerPointisierung" von Präsentationen entgegengewirkt werden, die sich leider bei Schülerarbeiten nicht selten auf reine Kopiertechniken beschränkt und dabei die Inhalte vergisst.
Die Durchführung nebst Darstellung der erforderlichen Prozesse und Ergebnissen der Arbeiten liegen bei (Schülerdokumentation und Datenträger). Besonderer Erwähnung bedarf noch die Durchführung der handwerklichen Arbeiten, die besonders bei den Jungen auf große Resonanz stieß. Die eigene Planung erforderte Recherche sowie die Anfertigung von Konstruktions-zeichnungen und Materiallisten. Die Umsetzung erforderte eine sachliche Kommunikation mit Fachpersonal der Werkstatt, Eigeninitiative und handwerkliches Geschick, bei dem auch unvorhergesehene Schwierigkeiten pragmatisch gelöst werden mussten. Während der Arbeiten an Nachmittagen und Wochenenden konnten die Betreuer einvernehmlich beobachten, dass den offensichtlich vorhandenen Bedürfnissen heutiger Jugendlicher, und hier seien explizit auch Gymnasiasten genannt, auf handwerklichem Gebiet eindeutig zu wenige Angebote vorgehalten werden.

Obwohl die Schüler sehr aktiv an ihren Projekten gearbeitet haben, mussten sie feststellen, dass mit näher rückendem Abgabetermin und zunehmendem Klassenarbeitsdruck in allen Fächern die Zeit sehr eng werden würde. So mussten einige Wochenenden und Nachmittage zusätzlich für die Fertigstellung der eigenen Themen "freiorganisiert" werden. Nach Abschluss der Projektarbeiten stellte sich das gleiche Problem für die Erstellung der einheitlichen Gesamtdokumentation aus den Einzelvorlagen der Gruppen. Nur unter aufopferungsvollem Engagement wurde von einigen Schülern noch nach dem eigentlichen Finale, dem Torwandschießen, bis weit in die Abendstunden der rechtzeitige Abschluss geschafft. Auch in diesem Punkt konnten diese Schüler noch einmal hautnah erleben, was, auch mit Blick auf das spätere Berufsleben, Projektarbeit einfordert und wie wichtig es ist, den Aufwand für einen vorzeigbaren Abschluss, auch unter Berücksichtigung von Teamstrukturen, nicht zu unterschätzen.
Trotz aller Kraftanstrengungen zum Abschluss stieß die Unterrichtsreihe "WaldWert" mit allen ihren Facetten und Aktivitäten, gerade aufgrund ihres nicht ganz schulalltäglichen Vorgehens und der gestalterischen Möglichkeiten, auf eine insgesamt sehr positive Resonanz aufseiten der Schüler.