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Osnabrück (Gymnasium "In der Wüste")

Lehrer-Dokumentation zum "Schulwettbewerb WaldWert"

Das Angebot zum Schulwettbewerb "Wald-Ideen-Reichtum" wurde von vielen Schülern der Klasse interessiert aufgenommen, so dass sich schließlich eine Mehrheit herausbilden konnte, die die gesamte Klasse von der Mitarbeit überzeugen konnte. Aufgrund der unterschiedlichen Interessenslagen der Schüler haben sich im Laufe der Projektphase sehr verschiedene Arbeitsgruppen für Einzelprojekte gebildet. Die daraus entstandenen Projektarbeiten wie auch die vorbereitenden Arbeiten wurden in Plakatform ausführlich dokumentiert und als "Holz-Buch" in gebundener Form zusammengestellt. Die beiliegende Dokumentation der Schüler stellt eine überwiegend durch eine Schülerin zusammengefasste und um Aussagen der Schüler während der Projektarbeiten ergänzte Reflektion der Einzelgruppen dar. Auf dem beiliegenden Datenträger sind alle Projektarbeiten und Ergebnisse in Form von Fotos einsehbar. Diese Dokumentation soll den Ablauf unseres "WaldWert"-Unterrichts, das didaktische Konzept, den Umgang der Schüler damit und die Reaktionen der Schüler nachvollziehbar machen.
An dieser Stelle möchte ich Herrn Tobias Kemme für seine tatkräftige Unterstützung danken, der im Rahmen seiner Bachelorarbeit das Projekt begleitet und mitbetreut hat. Ebenso danken wir "unseren" Förster, Herrn Wieting vom Forstamt Ankum, Herrn Ortland vom gleichnamigen Sägewerk in Ankum, dem Lernstandort Noller Schlucht, insbesondere Herrn Josef Frauenheimer aus der Tischlerwerkstatt, dem Baumarkt Hornbach in Osnabrück, der Firma tto für den Lack zum Schutz der Torwand und selbstverständlich unseren Schulleiter, Herrn Schüring.

Zu Beginn der Unterrichtsreihe "WaldWert" wurden die Schüler auf die Methode Projektarbeit eingestimmt. Hierbei sollten noch einmal Ablauf und Organisationsformen bewusst gemacht werden. , Es wurden gleich die Teams gebildet, die später als Projektgruppen arbeiten sollten. Im Vordergrund des Gruppenbildungsprozesses sollte eine möglichst effektive Zusammenarbeit stehen, weshalb die Schüler ihre Gruppen zu etwa vier Personen selbst zu finden hatten. In einem anschließenden Brainstorming sammelten die Schüler Assoziationen zu den Begriffen "Wald", "Wert" und "WaldWert". So wurde festgestellt, welche Bedeutung "Wald" in der Lebenswelt der Heranwachsenden hat. Die Begriffe sollten als Hausarbeit in Form einer MindMap auf Folie strukturiert werden. Während der Präsentationen kristallisierten sich zwei unterschiedliche Wahrnehmungen zum Thema Wald als vorherrschend heraus. Einerseits wurde Wald von vielen Schülern hauptsächlich als Ort der Erholung und Lebensraum für Pflanzen und Tiere wahrgenommen. Dieses zunächst dominierende Bild vom romantisierten, schützenswerten Wald entsprach den Erwartungen, auch unter Berücksichtigung der gängigen schulunterrichts-praktischen Thematisierungen in verschiedenen Fächern. Das zweite Wahrnehmungsschema der Schüler unterscheidet sich maßgeblich: Der Wald als Ort von immenser wirtschaftlicher Bedeutung. Da von den Schülern immer wieder Holz als Werkstoff genannt wurde, bestand die Hausaufgabe darin, Produkte aus Holz sowie aus dem Wald, die sie in ihrer alltäglichen Umwelt umgeben, in einer Liste zu sammeln. Als diese Hausaufgabe in der nächsten Stunde verglichen wurde, stellten sich bei der Frage nach den verarbeiteten Holzarten fundamentale Mängel in den Kenntnisständen zu Holz- und Baumarten heraus. Zwar kannten die Schüler äußerst viele Baumarten, hatten jedoch kaum eine Vorstellung darüber, wie sie die lebenden Bäume wie auch die daraus hergestellten Holzprodukte identifizieren können. Eine Zuordnung der typischen Verwendung unterschiedlichster Art, z.B. Fichte als Bauholz, Buche als Parkettholz, Tropenhölzer für Gartenmöbel usw. gelang praktisch nicht. Um diesen Mangel zu beheben, sollten im Laufe der nächsten Unterrichtsstunden Steckbriefe zu den einzelnen Baumarten recherchiert und als Plakat entworfen werden. Es wurden Teams von 2 bis 3 Schülern gebildet, denen jeweils eine oder, sinngemäß geordnet, mehrere Baumarten zugeteilt wurden. Die wesentlichen Merkmale für die Steckbriefe wurden gemeinsam erarbeitet: Vorkommen und Verbreitung der Baumart, Erkennungsmerkmale der Baumart (Wuchsform, Rinde, Blätter, Früchte), Eigenschaften des Holzes (Nutzung / Verwendung), evtl. Preis des Holzes.