| Osnabrück (Gymnasium "In der Wüste") |
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Seite 4 von 7 Unsere Projektgruppe hat sich zwei Themen ausgesucht, die konkret mit dem Werkstoff Holz zu tun haben sollten. Wir wollten dabei auch unbedingt eigene Holzarbeiten durchführen. Andre und Hannes kamen wegen der aktuell stattfindenden Fußball-Europameisterschaft auf die Idee, eine Torwand für den Schulhof zu bauen. Selbstverständlich wird eine echte Torwand aus Holz gebaut. Aus verschiedenen Bauanleitungen aus dem Internet mussten wir unsere eigene Variante planen und realisieren. Ein Vorschlag eines Baumarkts zeigte sich dabei als teilweise unbrauchbar, weil uns die Wand aus einer nur 0,5 cm starken OSB-Platte als zu instabil erschien. Bei der Suche stellten wir fest, dass es verschiedene Qualitäten von Holz gibt, das heißt, dass man nicht jedes Holz für jeden Zweck nutzen kann. Die Torwand braucht bestimmte Anforderungen an das Holz: Es muss bei jedem Wetter wasser- und hitze-beständig sein und dazu stabil und belastbar sein, also viel aushalten können. Man kann ja auch nicht mit jedem Holz beispielsweise ein Haus bauen. Beim Suchen nach dem richtigen Material ist uns aufgefallen, dass es sehr viele Holzarten gibt, die sich unter anderem in Gewicht, Härte, Aussehen, Preis unterscheiden. Hinzu kommt die Vielfalt der verarbeiteten Holzwerkstoffe wie zum Beispiel die OSB-Platte, die es in vielen verschiedenen Qualitäten gibt. Der Werkstattleiter der Holzwerkstatt in der Noller Schlucht konnte uns dann fach-kundig beraten, und so konnten wir unsere Pläne umsetzen. Die Anfertigung der Torwand war komplizierter als erwartet und benötigte professionelle Maschinen und sehr viel Zeit. Man muss ja auch an die Befestigung und die Bemalung mit Trocknungszeiten denken. So haben wir am Wochenende im Garten unseres Lehrers, Herrn Döpke, die verschiedenen Lack-schichten aufgetragen. Auch der Transport der Torwand war eine Herausforderung – für unseren Lehrer und Herrn Kemme! Sven und Stefan wollten eine Lösung für den Alltag des Erdkundelehrers finden. Der Transport der Schulatlanten in wackeligen und teilweise schon angerissenen Plastikkisten sollte verbessert werden. Dazu wurde eine funktionelle Transportkiste entwickelt. Als nachwachsender Werkstoff kam selbstverständlich nur Holz in Frage. Zunächst haben wir die Atlanten vermessen und eine Zeichnung gemacht. Diese musste mehrmals überprüft und optimiert werden, bis endlich der fertige Plan für die Arbeit in der Werkstatt der Noller Schlucht stand. Auch mussten wir nach Holz suchen, das relativ leicht und dazu noch robust und stabil ist, damit die Kiste auch den Belastungen des Alltags standhält. Schließlich kamen wir auf die Idee, die Kiste aus Sperrholzplatten zu bauen. Wir mussten bei der Planung an viele Kleinigkeiten denken, damit alle 16 Atlanten für eine Klasse bequem hineinzustellen sind, aber nicht umkippen. Es musste also nicht zu viel und nicht zu wenig Platz an den Seiten bleiben. Mit kleinen Leisten in der Kiste haben wir dann Einschübe für jeden Atlas abge-trennt. Es stellte sich aber heraus, dass die Benutzung unbequem ist. Deshalb haben wir wieder jede zweite Leiste entfernt. Nun sind immer zwei Atlanten bequem reinzustellen oder herauszunehmen. Wir sind schon gespannt, wie diese neue Errungenschaft von den Lehrern aufgenommen und den Praxistest im harten Schulalltag bestehen wird. Wir möchten besonders die Arbeit in der Werkstatt hervorheben, da wir dort perfekte Möglichkeiten hatten, die Atlantenkiste zu bauen. Der Meister Josef Frauenheimer hat uns auch einige hilfreiche Tipps für die Umsetzung unserer Ideen gegeben. Insgesamt ist die Idee des Projekts "WaldWert" in unserer Klasse sehr gut angekommen, da es eine gute Abwechslung zum normalen Unterricht war! |




