header2_16.jpg
header3_13.jpg
header_bottom.jpg
 
Osnabrück (Gymnasium "In der Wüste")

Waldgeschichte - Waldentwicklung - Waldverbreitung
Schüler-Dokumentation - PDF 160 KB
Lehrer-Dokumentation - PDF 144 KB
Waldbuch (Beispielseiten) - PDF 18,9 MB


Image
Jeden Tag unterscheiden wir zwischen wertvoll und wertlos. Dieser Unterschied ist jedoch relativ, da jeder Einzelne seine eigene Vorstellung von Wert hat. Manche Dinge erscheinen uns sehr wertvoll, anderen jedoch nicht. In einigen Fällen wird ein besonderer Wert sofort deutlich, in anderen Fällen liegt er im Verborgenen. Dann gilt es ihn zu erkennen, damit man scheinbar selbstverständliche Zustände wertschätzen kann.
Diese Feststellung war ausschlaggebend für die Vielfalt unserer Assoziationen, als wir anfingen, uns mit dem Wert des Waldes, in Verbindung mit dem Projekt "WaldWert", zu beschäftigen. Aus diesen, wie auch unseren Erlebnissen und Erkenntnissen unserer Besuche in einem Baumarkt, beim Förster im Wald, bei der Holzernte und in einem Sägewerk erfolg-ten viele verschiedene Ideen, welche sich auf ganz unterschiedliche Aspekte richteten. Diese Vielfalt konnten wir nur bewältigen, indem wir unsere Klasse in Gruppen aufteilten, in denen wir unsere Interessen vertiefen konnten, um sie anschließend allen präsentieren zu können.

Waldgeschichte / Waldentwicklung /Waldverbreitung im LK Osnabrück
Auf unserer Exkursion in die Maiburg bei Bippen berichtete uns Förster Horst Wieting vom Fortsamt Ankum darüber, dass es ursprünglich im Osnabrücker Land fast flächendeckend Wald gegeben hat. Doch vor gar nicht langer Zeit sind große Flächen, die heute bewaldet sind, abgeholzt worden. So interessierten wir, Hannes, Niclas, Johannes und Ruben, uns für die Geschichte des Waldes und seine Entwicklung im Osnabrücker Raum. Dabei erwies sich das Reliefmodell des Osnabrücker Landes mit geologischem Schnitt, welches wir Ende April für den Geopark Terra.Vita eigenständig angefertigt hatten, als eine große Hilfe. Wir hatten versucht, mit Hilfe von topographischen Karten die aktuelle Landnutzung darzustellen, und so lässt sich die Waldverbreitung sehr gut erkennen.
Die Entwicklung des Waldes hat sich als sehr wechselvoll herausgestellt: Noch vor 300 Millionen Jahren waren im Osnabrücker Raum sumpfige Wälder verbreitet. Die Beschaffen-heit der Steinkohlewälder lässt sich mit den heutigen Wäldern nicht mehr vergleichen. Die vielen wechselnden klimatischen Einflüsse veränderten die ursprünglichen Wälder ständig. Die stärkste Veränderung haben allerdings wir Menschen bewirkt. Wo früher einzig die natürlichen, vor allem klimatischen Einflüsse zur Entwicklung beitrugen, sind heute die Aus-wirkungen unserer Kultur für die Entwicklung und auch Zerstörung der Wälder entscheidend. Förster Wieting berichtet, dass noch vor 200 Jahren unsere Vorfahren die Wälder bei uns ver-brauchten, um vor allem Feuerholz zu gewinnen. Erst der Ersatz durch neue Energiequellen Kohle oder Erdöl konnte unsere Wälder schützen. Auch die Nutzung der Wälder als Viehweide sorgte dafür, dass junge Bäume nicht mehr nachwachsen konnten, weil diese gefressen worden sind.
Heute stellt sich der Saure Regen, welcher eine Folge der Luftverschmutzung durch Abgase aus der Verbrennung von Kohle und Erdöl ist, als die Hauptursache für das sog. Waldsterben, dar. So konnten wir feststellen, dass die Waldfläche zwar wieder zunimmt, der Zustand und die Gesundheit des Waldes aber weiterhin beobachtet und gewährleistet werden muss.