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Bleckede (RS)

Diese Schülervorschläge habe ich in das Projekt mit aufgenommen und darin eingebunden.

Von Beginn an waren alle Schüler hoch motiviert, vor allem weil sie sehr aufgeregt wegen der bevorstehenden Nachtwanderung mit den Jägern waren. In eigner Regie wurde von einzelnen Schülergruppen die in der Vorbereitungszeit entstandenen Fragen in Bezug auf  Jagd bearbeitet. Dazu haben sie eigenständig im Internet recherchiert, Jäger befragt und bei der Naturschutzbehörde angerufen. Die Ergebnisse haben die Gruppen in Form eines Referates und einer anschließenden Diskussion den anderen Schülern vorgestellt.

Die zeitliche Abfolge der einzelnen Schritte habe ich vorgegeben, die Durchführung der Präsentationen und die anschließenden Diskussionen hat die Klasse mit meiner Hilfe durchgeführt. Vor allem die Präsentation um das Thema Wolf endete in einer regen Diskussion. Es wurden viele verschiedene Aspekte für das Pro und Contra um die Rückkehr des Wolfes genannt und rege diskutiert.
Das große Interesse der Schüler zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt, was ein produktives Arbeiten leicht möglich war und auch die Freude an der Sache an sich nicht zu kurz kam.

Die Teilkompetenzen  "gemeinsam mit anderen planen und handeln zu können" und "andere motivieren können, aktiv zu werden", als auch "vorausschauend denken und handeln" wurde innerhalb dieses Projektes sehr gefördert. Ebenso wurde die Teilkompetenz "selbstständig planen und handeln können" durch die von mir getroffene Methodenauswahl gefördert.
Die Methodenauswahl ergab sich schon teilweise aus den Fragen, die sich die Schüler selbst gestellt hatten. Da sie in Gruppen an jeweils einem Thema zusammengearbeitet hatten, liegt das kooperative Problemlösen, das selbstbestimmte und handlungsorientierte Lernen als Methode nahe. Aber auch das situierte Lernen, kam durch den aktuellen Bezug zur Wildschweinproblematik nicht zu kurz. Des Weiteren haben sie die Fähigkeit zur interaktiven Nutzung von Wissen und Information erlernt und/ oder ausgebaut. Die Kooperation wurde durch die Gespräche innerhalb der Arbeitsgruppen gefördert.

Von der Exkursion, die im nahe gelegenem Wald in Neetze stattfand, waren fast alle Schüler und Schülerinnen begeistert. Viele hatten noch nie zuvor so engen Kontakt mit Jägern und es wurden viele Fragen gestellt.

Die zu Anfang des Projekts gestellten Fragen wurden alle, z.T. mit Hilfe der Jäger, beantwortet und von den jeweiligen Gruppen vorgetragen. In einem abschließendem Gespräch wurde noch einmal über das Für- und Wider der Wolfsrückkehr diskutiert. Die Ängste, die viele Schüler am Anfang des Projektes vor Raubtieren hatten, konnten zumindest bei den meisten Schülern verringert werden. Aber auch die Notwendigkeit der Jäger in den Gebieten, in denen zu wenig bzw. keine Großraubtiere  leben, stellte sich als Ergebnis unseres Projektes heraus.

Als Abschluss dieses Projektes schrieben alle Schüler einen Erlebnisbericht über die Nachtwanderung mit den Jägern.

Projektleiterin: Andrea Nemitz, Biologielehrerin, Realschule Bleckede