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Liebenburg (HRS)

Dies stand auch im weiteren Verlauf unseres Projektes Wald im Vordergrund. Da es sich bei dem Schulwald um einen für uns gut erreichbaren außerschulischen Lernort handelt, wurden alle Aspekte des Unterrichtsthemas direkt vor Ort mit den jeweiligen, den Unterricht betreffenden Inhalten oder Gegenständen durchgeführt. Als Beispiel sei hier die konkrete Untersuchung von abiotischen und biotischen Faktoren genannt. Wiederum mussten die Schüler eigenständig Messungen und Untersuchungen durchführen. So wurden Baumabstände vermessen, der Lichteinfall geprüft und dann gemeinsam die Ergebnisse an dem konkreten Beispiel unseres Schulwaldes entwickelt. Eines dieser am konkreten Beispiel erzielten Ergebnisse ist, dass die Fichtenschonung in Hinblick auf die Abstände der Bäume und dem damit verbundenem Lichteinfall nicht den optimalen Faktoren für das Wachstum dieser Bäume entspricht und diese Schonung somit ausgedünnt werden muss. Durch den hergestellten Kontakt mit dem Revierförster wurde dieses Ergebnis besprochen und die daraus resultierende Handlung der Abholzung bereits mit dem Förster auf die Vorweihnachtszeit terminiert, um die sich daraus ergebenden Bäume als Weihnachtsbaum oder –schmuck veräußern zu können.
Die letzte und abschließende Etappe unseres Projektes zeigte sich in der Erstellung eines Portfolios jedes einzelnen Schülers. Es war uns von ungeheurer Wichtigkeit, dass die Schüler letztendlich ein für sie fassbares Ergebnis ihrer Bemühungen in den Händen halten. Dieses sollte aber von ihren eigenen Interessen geleitet sein und bereits vorhandenes Wissen mit neuen Aspekten verknüpfen, bzw. erweitern.
In der Arbeit mit Portfolios sahen wir die größte Chance, den Interessen und Fähigkeiten aller Schüler Sorge zu tragen und gleichzeitig ihre Kompetenzen in Bezug auf Selbstorganisation des Lernprozesses, ihre Fähigkeiten in Bezug auf den Umgang mit den unterschiedlichsten Medien( Arbeit am Computer/ Nutzung von unterschiedlichen Quellen,…) zu stärken.
Zunächst mussten die Schüler ihr eigenes Wissen in Bezug auf das Thema Wald reflektieren, um dann eine sich daraus ableitbare Forscherfrage zu entwickeln, an der jeder Schüler für sich in einem abgesteckten Zeitraum arbeiten musste.
Hiervon versprachen wir uns, dass die Schüler durch ihre selbstständige Formulierung der Forscherfrage überaus motiviert an der Beantwortung derselben arbeiten würden.
Abschließend lässt sich bemerken, dass eben genau dieser Effekt bei fast allen Schülern eingesetzt hat. Zum größten Teil wählten die Schüler sich selbst Forscherfragen aus, die sie am konkreten Beispiel unseres Schulwaldes untersuchen und beantworten konnten.
An dieser Stelle seien einige dieser Schülerarbeiten genannt:
•    Welche Schädlinge gibt es in unserem Schulwald?
•    Welche Vogelarten leben in unserem Schulwald?
•    Welche Tierarten finden wir in der Bodenschicht unseres Schulwaldes?
•    Welche Bodenarten finden wir in unserem Schulwald?
Durch die Art der Fragen wird deutlich, dass die Schüler durch die Behandlung dieses Unterrichtsthemas durch die unterschiedlichen Projektphasen und Projektarten einen engen Bezug zum Thema Wald gewonnen haben und durch die unterschiedlichen Zugangsweisen nicht nur ihr Wissen vertieft und ausgebaut haben in Bezug auf das Thema Wald, sondern dass vielmehr auch die Kompetenzen der Selbstorganisation, der Kooperation mit anderen, der Informationsbeschaffung geschult und die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten ausgebaut wurden, so dass die Ergebnisse nachhaltig wirken werden.