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Bleckede (RS)

Projekt "Wald"
Übersicht: Projektverlauf - PDF 124 KB
Projekt-Präsentation
- PDF 680 KB


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Die Stadt Bleckede liegt im Biosphärenreservat  "Niedersächsische Elbtalaue". Die Elbtalaue ist aber auch Heimat, Wohnstätte,  Arbeits – und Wirtschaftsraum der Menschen, die hier über viele Jahrhunderte hinweg Kulturlandschaft geschaffen haben und die daher zu dieser Landschaft gehören.
Im Wissen um die herausragende Bedeutung der Elbtalaue für Mensch und Natur, wurde die Grundlage für einen angemessenen Schutz der Natur und eine nachhaltige Regional -  und Tourismusentwicklung geschaffen.
Eine Schülergruppe der sechsten Klasse der Realschule Bleckede arbeitet zusammen mit dem Elbschloss Bleckede in einer Arbeitsgemeinschaft "Wasserwelten". Diese Gruppe untersucht die Gewässer in der Umgebung Bleckede aus der Perspektive der Nachhaltigkeit. Diese Schüler haben den Vorschlag gemacht, nicht nur die Gewässer sondern auch die nahegelegenen Wälder besser kennen zu lernen.
Daraus und unter Einbezug des Kerncurriculums,  dass im 6.Schuljahr die Behandlung des Themengebietes "Lebensräume in unserem Umfeld"  vorsieht, entstand meine Idee, Tiere und Pflanzen aus dem nahegelegenen Wald  in einem Projekt vorzustellen.
Im schuleigenen Lehrplan Biologie ist für die 6.Klasse nur eine Stunde für das Fach Biologie vorgesehen. Weil ich das Projekt zeitlich kompakter gestalten wollte, habe ich in Absprache mit der Schulleitung noch vier Stunden hinzugenommen, die eigentlich für den Physikunterricht vorgesehen waren. Um fachübergreifend zu arbeiten, habe ich durch die Kooperation mit den Fächern Deutsch, Mathematik und Kunst die Planung erweitert.
Die Idee, ein Waldprojekt durchzuführen, hat den Schülern sehr gefallen. Projektunterricht als Unterrichtsform war den Schülern dieser 6. Klasse nicht bekannt. Die inhaltliche Planung, einzelne Arbeitsschritte, zeitliche Reihenfolge und Durchführung der Präsentation  hat die Klasse mit Lehrerhilfe durchgeführt.
Die Themenvorschläge der Schüler wie eine Exkursion, Treffen mit einem Förster, besseres Kennen lernen heimischer Pflanzen und Tiere, Erstellen einer Wandzeitung,  habe ich in das Projekt eingearbeitet.
Um Teilkompetenzen wie gemeinsames Planen und Handeln, vorausschauendes Denken, zumindest ansatzweise zu fördern und zu erwerben, habe  ich mich  bei der Methodenauswahl für Kooperatives Problemlösen, Selbstbestimmtes und Handlungsorientiertes Lernen entschieden.
 Zu Beginn der Unterrichtseinheit waren nicht alle Schüler zur Mitarbeit motiviert. Ihr Interesse änderte sich aber im Verlauf der Unterrichtseinheit, besonders nach der Exkursion in den nahegelegenen Wald. Nach der Auswertung dieser Einheit wurde es deutlich, dass die Klasse zunehmend selbstverantwortlich handeln konnte. Obwohl die Zusammenarbeit nicht immer harmonisch und problemlos verlief, war sie in größerem Umfang als bisher möglich und erbrachte zudem im Einzelnen gute Ergebnisse.
Im Abschlussgespräch hat die Klasse kritisch den Ablauf des Projektes betrachtet. Jeder Schüler hat einen Fragenbogen mit folgenden Fragen ausgefüllt:
•    Was hat dir an dem Projekt gefallen? Was nicht?
•    Was hast du in diesem Projekt gelernt?
•    Was würdest du an diesem Projekt ändern?
•    Sollte man noch andere Personen hinzuziehen? Welche?
•    Würdest du das Projekt anderen Klassen empfehlen?

Projektleiterin:
Nina Rokhlina,  Biologielehrerin  Realschule Bleckede