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Braunschweig (IGS Querum)

Das Thema wird also im Unterricht in fast allen Fächern bearbeitet und somit aus den Perspektiven Soziales/Ökonomie, Kultur und Ökologie durch das Fach Naturwissenschaften fächerübergreifend betrachtet. Dieses Fach hatte vor allem die Aufgabe, Fachwissen zu vermitteln sowie naturwissenschaftliche Möglichkeiten der Erkenntnisgewinnung (Vorbereitung und Durchführung von Experimenten) zu üben. Nur mit fundiertem Grundwissen ist sinnvolle Kommunikation und letztlich Bewertung/Fähigkeit zur aktiven Teilhabe an Entwicklungsprozessen möglich.

Abriß der Unterrichtseinheit NW:
Mind-map
Klärung von Begriffen wie Biotop/Biozönose/Ökosystem/ökologische Nische
Wiederholung Bau und Funktion verschiedener Pflanzenteile (richtiges Mikroskopieren)
Fotosynthese (Experimente dazu)
Stockwerkbau im Mischwald (Bestimmungsübungen)
Nahrungskette/Nahrungsnetz
Nahrungspyramiden
Stoffkreisläufe
Energiefluss
Bedeutung des Waldes für den Wasserhaushalt/das Klima
Weltweite Darstellungen (aus RUZ Harz www.worldmapper.org)
Begleitend: Vorträge zu Farnen, Moosen, Pilzen, Ameisen, Borkenkäfern

Alle SchülerInnen des achten Jahrgangs lernten somit den Wald aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln kennen. Eine Vernetzung der vielfältigen Betrachtungsweisen und damit Erkennen der zentralen Bedeutung des Themas findet zwangsläufig statt. An diese eher durch kognitive Arbeit geprägte Phase der Zuarbeit fast aller Fächer zum Thema schloss sich eine von eigenständigem Handeln und Interaktion in unterschiedlichen Gruppen geprägte Phase an. Zusammen mit dem Waldforum Riddagshausen wurden drei Projekttage durchgeführt. Es war für die meisten SchülerInnen der erste Kontakt mit dem Waldforum und sie konnten so die Erfahrung machen, dass es direkt in ihrer Nähe eine Institution gibt, die sich "um Wald kümmert" Interessierten offensteht, Möglichkeiten des sich Einbringens bietet. An acht Stationen wurde im Wald (Querumer Forst) praktisch gearbeitet (Laubstreuuntersuchung, Totholz, Bodenuntersuchung, Vegetationsaufnahmen, Tiere, Nutzung, Bodenverdichtung und Waldfunktionen). Weiterhin wurden wir von Herrn Strauch über nachhaltigen Umgang mit dem Wald aus Sicht des Försters informiert und konnten uns eine Baumfällaktion/praktische Arbeit im Wald durch Profis ansehen.

Die Verknüpfung des lokalen Handelns im Wald mit emotionalen Eindrücken, mit gesammeltem Fachwissen aus dem vorangegangenen Unterricht, mit Bearbeitung der Waldfunktionen, mit problematisierenden Überlegungen der globalen Gerechtigkeit, wurde im folgenden Unterricht im Fach NW bearbeitet, indem alle SchülerInnen ihr Erleben des Projekts Wald diskutiert haben, wozu auch die Abbildungen aus dem RUZ Harz Anstoß gaben.
Wie anfangs erwähnt, steht die Darstellung des Umgangs der Schule mit dem Thema Wald und die konkrete Umsetzung im aktuellen achten Jahrgang im Vordergrund, entsprechend schwer fiel mir die Beurteilung im Bewertungsbogen. Die dort genannten Handlungsmöglichkeiten beziehen sich sicher auf ein Projekt, ich habe sie auf die Mitarbeit im Waldforum bezogen. Auch die Dimensionen der Nachhaltigkeit kann ich auf die Behandlung des Themas in allen Fächern beziehen, nicht auf den konkreten Bau eines Hochsitzes oder Ähnliches.